Netzwerk kreativ gezeigt – Kunstsammlungen Chemnitz stellen Willi Baumeisters Schaffen aus

Daniel Thalheim

Wenn es in der Kunstgeschichte eine Betrachtung gibt, dann die der Netzwerkrecherche. Kunsthistoriker gehen der Frage nach wie gut ein Künstler vernetzt war; Mäzene und Förderer, Galeristen und Käufer, Politiker und andere Kunstschaffende. Kontakte und Netzwerke können überlebenswichtig in der Kunstwelt sein. Sie bestimmen, inwieweit ein Mensch von seiner Kunst leben kann oder auch nicht. Inwieweit der Designer und Maler Willi Baumeister (1889-1955) mit der Kunstwelt verdrahtet war, legt seit dem zwölften November dieses Jahres eine neue Schau im Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz frei. Im Zentrum der Ausstellung steht bis Anfang Februar 2024 Willi Baumeister und sein Netzwerk.

Hierbei möchte das Museum Gunzenhauser das gesamte Spektrum in Baumeisters Schaffen vor dem Hintegrrund seiner Netzwerkarbeit bzw. auch der gegenseitigen künstlerischen Beeinflussung reflektieren. Die Ausstellung zeichnet so Baumeisters steten Wandel und Veränderungswillen nach, der offenbar im engen Austausch mit KünstlerInnen wie Hans Arp, Kurt Schwitters, Hanna Bekker, Robert Delaunay, Wassily Kandinsky, Le Corbusier, Alexej von Jawlensky, Paul Klee und Oskar Kokoschka stand.

Nicht nur die Kunst steht im Mittelpunkt der Mammutschau, sondern auch eine Auswahl an Briefen, Filmen, Postkarten und Fotografien. Der Künstler Baumeister tritt hier ebenso hervor wie auch der Privatmensch. Neununddreißig Arbeiten aus dem Archiv der Chemnitzer Kunstsammlungen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, ergänzt von weiteren Leihgaben, welche einen weiteren Blick auf den Umgang mit KünstlerInnennachlässen öffnen.

Museum Gunzenhauser
12. Nov 2023 – 4. Feb 2024

»Das Kreative geht dem Unbekannten kühn entgegen.«

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